Am 31.05.2013 findet im Pariser der obskur-schizophrene Kneipenabend statt, bei dem ihr nicht nur feinste Lyrik und Prosa von Leben und Tod unseres guten Freundes A.S. dargeboten bekommt, sondern auch noch in den späten Abendstunden zum Tanz geladen werdet.
Es gibt ja bemitleidenswerte Zeitgenossen, die stets nur zu lediglich obskuren oder ausschließlich schizophrenen Kneipenabenden eingeladen werden. Nun, liebe Leser und Leserinnen – ihr gehört nicht dazu!
Der Forellenfriedhof und das Pariser laden hiermit herzlich ein zu einem obskur-schizophrenen Kneipenabend. Damit richten wir uns nur beiläufig an zwielichtige Gestalten oder an Menschen, die an Schizophrenie erkrankt sind. Der Titel soll viel mehr auf den in sich widersprüchlichen und absurden Charakter der Lesung sowie die ominöse Liedauswahl aus der deutschsprachigen Variante des Punk und New Wave anspielen.
A. S. und das eine oder andere Alter Ego seiner selbst rezitieren Texte von Heine, Hebbel und Konsorten, bevor wir uns im Takte wiegen zu Musik á la „Überall leben Menschen, überall sind sie zu Haus. Warum tun die das? Warum sind die da? All die armen Menschen…“
Dieses Kulturschmankerl beginnt um 20:00 Uhr im Pariser (Kapaunenstr. 20), ab 22:00 Uhr gibt’s obskure NDW vom Band. Der Eintritt ist frei!
Vier Jahre lang hat sich der Parasit “du bist gift” an der Lebenskraft zweier blutjunger Halodri genährt, um endlich publikationsreif zu werden. Monat um Monat haderten wir mit Textproduktion, Aufnahmetechnik und dem abschließenden Mastering – immer wieder glaubten wir in absehbarer Zeit fertig zu sein, nur um dann kurzerhand alles bisher Fertiggestellte zu verwerfen, weil es uns schlicht nicht mehr gefiel; und so begannen wir – nicht nur einmal – alles von vorn. Nur wenige Text- und Musikfetzen überlebten die zahlreichen Editionen des Hörspiels; Melodien komponiert in bulgarischer Einöde oder erklimpert auf einem schwäbischen Klavier, an dem wir uns nur als Enten verkleidet trauten zu spielen.
Dieses Stück ist unsere verschwendete Jugend.
Lobhudeleien und Liebesbriefe an forellenfriedhof@gmx.de. Wer ein Exemplar der CD-Auflage ergattern will, melde sich ebenda.
eine produktion von lazarus kyon & vincent stoa. dank gebührt den stimmgebern der rollen:
julian: lazarus kyon.
lilith: selma schumann.
mandelkern: vincent stoa.
seepferdchen: andy guder
radiosprecher: fred forelle.
navigationsgerät: sophia forelle.
Am Samstag den 27. April könnte es im klex ab 21 Uhr zu größeren ekstatischen Tanzgewimmeln kommen. Der einschlägig bekannte “forellenfriedhof”-Komplex droht damit, ein Ereignis namens “Holterdiepolter” stattfinden zu lassen. Sie wollen die Hirne nichtsahnender Klexgänger mit psychedelischer Musik beschallen. Auch vor den Genres “Progressive Rock” und sogenanntem “Stoner” schrecken die Unholde nicht zurück. Dabei soll die subversive Band “Hellmood Core” auftreten. Das daran anschließende Vinyl-Set der Subjekte “DJ Einheitsdave” und “DJane Singapore Sling” birgt die Gefahr massiver Gefühlverirrungen und erschöpfungsbedingter Ausfallerscheinungen in sich. Im Laufe des Abends kann es zudem zur Bildung von schwitziger Schmiere (sogenanntem “Partyschmand”) an den Händen kommen, der auf keinen Fall in die Augen gerieben werden darf.
Wir fordern Sie dazu auf, am betreffenden Tag das Gelände ab 21 Uhr weiträumig zu umgehen, auch, wenn der Eintrittspreis von 2,50€ verlockend erscheint.
forellenfriedhof überlaut: kosmonautenträume. am 12.4. im Geologenkeller (Jahn-Str. 17a) ab 20 Uhr: Filmvorführung. Moon
ab 22 Uhr: Party.
Eintritt: 1,50 €
Die Realität hat vor langer Zeit begonnen, die Fiktion einzuholen. Arrakis, Alderaan und Antiterra liegen praktisch um die Ecke, seit Juri Gagarin uns am 12. April 1961 den ersten bemannten Weltraumflug beschert hat. Wir sagen Danke und begehen den diesjährigen „Tag der Kosmonauten“ abgespacet und überlaut im legendären Geologenkeller. Mit David Bowie und Post-Punk aus der Ostzone kuscheln wir uns noch ein bisschen dichter an den Erdkern, um uns im kleinen Keller ganz groß zu fühlen.
Zur Einstimmung in den Abend begeben wir uns mit dem Film Moon (Duncan Jones) in endlose Weiten.
Man stelle sich vor, man wäre alleine auf dem Mond, um als Mechaniker den Abbau von Helium-3 zur Energieversorgung der Erde zu überwachen. Zwei Wochen vor der Abreise beginnt man, seltsame Dinge zu sehen und zu hören. Eine Routinekontrolle geht katastrophal schief, ein Doppelgänger taucht auf und der von der Firma geschickte bewaffnete Aufklärungstrupp lässt stark vermuten, dass die Rückkehr zur Erde gewaltig in Frage steht…
Herzlich willkommen, liebe Freunde der kontrastreichen Unterhaltungsmusik. Mein Name ist DJ Einheitsdave und ich liebe es, wenn Musik schrill daherkommt. Ob synthetisiert, schlageraesk oder dumpf dahergeklimpert – wichtig ist, dass wenigstens die Hälfte meiner Freunde mit den Augen rollt. Lasst uns also nicht allzu viel Zeit verlieren und gleich loslegen. Den Anfang machen die Ledernacken mit ihrem Song “Amok”.
Was mich an diesem Song fasziniert, ist die lässige Art mit der das Video produziert wurde. Videoschnipsel, rote und blaue Schlieren, Urwaldrufe, gerollte “R´s”, Kuscheltiere, Laternen. Irgendwas zwischen Kindergarten und alten Meistern.
Doch kommen wir nun zu etwas völlig anderem:
Die Funkhausgruppe mit dem France Gall Cover “Der Computer Nr.3″
Die Funkhausgruppe ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bands Die Perlen, Hertzinfrakt, Sonnenbrandt, und die etwas prominenteren Welle: Erdball. Bei dem gehörten Song dürfen wir einem Cover der Chanson und Schlagersängerin France Gall lauschen. Mit ihrem Song “Computer Nr.3″ hat sie quasi moderne Datingwebsites vorausgesagt, und das in den Sechzigern. Sie wurde zur Prä-Astronautin der Multimedia-Liebäugelei, die 1996 mit den Euro-Cats und “Surfen Multimedia” ihren erschreckenden Höhepunkt finden sollte. Besonders herzerwärmend ist die Tatsache, dass
die Partnerfindung per Lockkartensystem sogenannte Elektronenhirne nicht ausschließt. Ein gutes Cover eines interessanten Songs.
Und nun ein weiterer Coversong:
Die canadische Gruppe Bangkok mit “Eve of Destruction”
Schöner kann man Annihilationsphantasien doch nicht performen oder? Ich persönlich finde diese Version deutlich besser als das Original von Barry McGuire. Ironischerweise befindet sich der Song auf dem Album “Thai-Fi”. Unter den weiteren Reinterpreten dieses Songs finden sich sowohl Renft als auch Billy Idol.
Und nun zeigen uns Panta Rhei, dass Ostrock nicht zwangsläufig verkorkst sein muss.
“πάντα ῥεῖ” (panta rhei), zu deutsch: “Alles fließt”, ist ein verkürztes Zitat des Vorsokratikers Heraklit, der mit seiner monistischen Lehre von der Wandelbarkeit aller Dinge so manchen Weisheitsfreund erregt haben dürfte. Die Band selbst ist die Vorläuferband von Karat, die heute wohl wesentlich bekannter sein dürfte. Vielleicht ist es etwas krass formuliert, aber: “PantaRhei” verhält sich zu “Karat” wie “Celebrate the Nun” zu “Scooter”. Der alte Scheiß ist halt besser.
Meine Damen und Herren: Erobique & Jacques Palminger – Wann strahlst Du
Herrlich unprätentiös. Ich weiß eigentlich nicht warum noch Motivationssongs geschrieben werden. Songs wie dieser sollten randomisiert in öffentlichen Gebäuden gespielt werden. Erobique und Jacques Palminger – eine wundervolle Kooperation. Auf Palmingers neues Projekt “Fraktus” muss eigentlich nicht gesondert hingewiesen werden.
Und nun Stahlnetz mit Synthie-Pop über die Leiden junger Nautiker und weiblicher Flugbegleiter.
Bei dieser Perle handelt es sich um den Debüthit der Wuppertaler NDW-Band. Ebenfalls möchte ich euch ein weiteres Schmankerl aus dem Bereich des NDW präsentieren. Hochkalorisch und dennoch leicht verdaulich: Bizarre Leidenschaft mit “Himbeerschokoladentorte”
Den Abschluss unser heutigen Unterhaltungspostille bildet Der moderne Mann mit dem wunderbaren Titel “Der Sandmann”.
Also, liebe Musikfreunde, nehmt die Beine schnell in die Hand, denn es kommt der Mann mit dem Sand.
In diesem Sinne möchte ich mich von euch verabschieden. Vielen Dank für euer Interesse. Ich hoffe ich konnte euren musikalischen Horizont etwas erweitern.
Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.
Euer Einheitsdave
Rückblick zur samstäglichen “High Forelity” im Studentenclub Kiste
Indie ist ‘ne Hure, blablabla. Wenn jedoch die Schallplattenalleinunterhalter Aläx und Elektro-Mo ihre Finger an den Schalthebeln der Macht haben, wird aus der gemeinhin ungeliebten “Indie-Party” ein formdiabler Mix aus Depri-Hiphop, audiophilen Sahnestücken und kratzigem Post-Punk. Und dann gab’s da noch die forellenfriedhof-eigene Lebensberatung mit integriertem Bartnasenbrillenverkauf. Bartnasenbrillen – Ihr starker Partner, wenn es um Verstecken und Beschatten geht.
Am Tageslichtprojektor gab es mal wieder Geschmiere und Schweinereien en masse. Fest steht: Was sich mit einem altersschwachen Polylux, Ostereierfarbe, Ahoi-Brausepulver, Badewannenwasserfärbetabletten (Geschmacksrichtung: Himbeer) und Chiliöl zaubern lässt, treibt jedem Ästheten Tränen in die Augen. Hierzu sei auf die untenstehenden Fotos verwiesen, diese komischen Texte hier liest sich ja ohnehin niemand durch. Also: Danke an alle, die dabei waren und diesen ominösen “Indie” mal wieder auf den Strich geschickt haben!
High Forelity Alternative, Independent, Obskures, Braindance. Samstag – 16.02. Ab 22 Uhr inner Kiste. Kostet zwei Euro. Musik vom Band.
Major-Label. Mainstream. Mäusefäustchen. Alles Dinge, die der handelsübliche Independent-Musiker ablehnt. Am 16.02. gibt der forellenfriedhof auch Dir die Chance, dich im musikalischem Elitarismus zu suhlen – zumindest für fünf Stunden.
Ziel des Budenzaubers ist es (ganz in der Tradition der altbewährten Kiste-Sause Hai Fidelity) nicht den immergleichen “Indie”-Mix durch die Boxen zu wummern, sondern auch mal den frickeligen Raritäten und hirnverdrillenden Verschrobenheiten Gehör zu verschaffen. Zudem präsentiert unsere Grafikmamsell eine fulminante Analoglichtshow auf dem Polylux. Und es gibt Bartnasenbrillen. Wenn das kein Grund ist, die beschwerliche Reise in die Maka auf sich zu nehmen!
Neu auf unserer Homepage: eine kleine Werkrückschau. Flyer längst verflossener Veranstaltungen, verkorkste Kritzeleien, Schnappschüsse früherer Forellenfriedhof-Umtriebe. Zu finden unter dem Menüpunkt ALLES AUF EINMAL. Schling nicht so!
Fulminant forelliges Wochenende: Budenzauber, Futterwürmer, Improvisationstheater, wahnsinniges Gefasel. Danke an alle, die dabei waren! Bei der samstäglichen “forellenfriedhof überlaut” war erstmalig eine Analog-Lichtshow via Polylux zu bestaunen. Hier einige Impressionen:
Und auch die Titelliste unserer DJs Lars und Vincent wollen wir euch nicht vorenthalten:
Forellenfriedhof überlaut. Postpunk. Coldwave. Angstpop. Obscure NDW. Samstag, den 26.01. Ab 22 Uhr im klex. Kostet zwei Euro. Musik vom Band.
Wie bereits angekündigt, wird die nächste forellenfriedhof:überlaut, die dem Leitsatz “Nicht immer der selbe Mist” folgt, grundsätzlich ein audiophiler Gaumenschmaus. Da wir uns jedoch darüber im Klaren sind, dass einige Dunkelmänner und -frauen gerne auch Altbewährtes hören, und wir unseren Budenzauber für Jedermann so heimelig wie möglich machen wollen, wird es die Möglichkeit geben, Liedwünsche kommerziell zu erwerben.
Von klassischem Post-Punk über Gruftischlager bis hin zu bonbonsüßer Popmusik hat unser Scheibenreiter-Konglomerat eine piekfeine Liste erstellt, aus der man sich gegen einen Obolus, der sich nach der Qualität des Gassenhauers berechnet, einen Song auswählen kann. Die Einnahmen werden im Rahmen der Solidaritätsbestrebung “forellenfriedhof cares” an den erneut aus den Uni-Gebäuden gejagten Club 9 e.V. verschenkt.