ACHTUNG – KURZFRISTIGE ÄNDERUNG!
Wegen organisatorischer Probleme gibt es eine Doppelbelegung des klex an diesem Abend. Wir finden das genau so ärgerlich wie wir, müssen den Abend aber ein wenig abändern. Bis 24 Uhr wird im Tanzraum eine Parallelveranstaltung mit zwei Bands aus dem Bereich Rock/Blues/Pop auftreten.
Von 22 bis 24 Uhr bieten wir euch in der “Dunkelkammer” wie angekündigt Dark Ambient und Hörspielkino an. Im Barraum gibt es zeitgleich Gothic Rock der frühen Achtziger zu hören, außerdem Met. Ab 24 Uhr ist dann auch der Tanzraum für euch geöffnet und die Party wird wie gewohnt stattfinden – nur eben mit zwei Stunden Verspätung. Wir sehen uns Freitagabend!
Nach der gut besuchten Erstveranstaltung im November freuen wir uns, euch auch in diesen Monat wieder zu “forellenfriedhof überlaut” einladen zu dürfen! Auch dieses Mal erwartet euch wieder hochwertige Gruftimusik, surreale Partydeko und ein ganzer Haufen seltsamer Zausel, die mit euch bis in den frühen Morgen durchtanzen. Und für den Fall, dass ihr eine Pause braucht, könnt ihr in der “Dunkelkammer” gemütlich bei einem Glas Wein auf dem Sofa lümmeln und dabei verschiedene Hörspiele und Dark Ambient anhören.
Wir sehen uns Freitagabend!
Im Tanzsaal:
Gothic · Postpunk · Coldwave · Angstpop · Industrial · EBM
mit DJ Lazarus Kyon und Vincent Stoa
In der “Dunkelkammer”:
Dark Ambient · Hörspiele
Eintritt:
2 Euro
Wann und wo?
Freitag, 9. Dezember 2011
ab 22 Uhr
im “klex” · Lange Straße 14
Im Folgenden fasst Michel Houllebecq noch einmal kurz die wichtigsten Schritte zusammen, um Feiern wie diese unbeschadet zu überstehen.
DIE TRÄNENLOSE FEIER
In Wirklichkeit reicht es aus, Amüsement vorgesehen zu haben, um sicherzugehen, dass man sich langweilt. Ideal wäre es daher, völlig aufs Feiern zu verzichten. Leider ist der Lebemann eine in solchem Maße respektierte Persönlichkeit, dass dieser Verzicht eine starke Minderung des sozialen Images zur Folge hat. Die wenigen folgenden Ratschläge dürften ermöglichen, das Schlimmste zu vermeiden [...]
- Sich im Voraus klar machen, dass die Feier zwangsläufig misslingen wird. Sich die Beispiele früherer Misserfolge vor Augen halten. Es geht nicht darum, deswegen eine zynische und blasierte Haltung anzunehmen. Im Gegenteil, das bescheidene und von einem Lächeln begleitete Akzeptieren des allgemeinen Desasters ermöglicht den Erfolg, eine misslungene Feier in einen Augenblick angenehmer Banalität zu verwandeln.
- Stets vorsehen, allein und im Taxi nach Hause zu fahren.
- Vor der Feier: trinken. Alkohol in moderater Dosierung erzeugt eine sozialisierende und euphorisierende Wirkung, die nach wie vor keine wirkliche Konkurrenz hat.
- Während der Feier: trinken, aber die Dosierung verringern (der Cocktail Alkohol plus vorherrschende Erotik verleiten schnell zur Gewalttätigkeit, zum Selbstmord und zum Mord). [...] Eine gute Feier ist eine kurze Feier.
- Nach der Feier: anrufen, um sich zu bedanken. Friedlich auf die nächste Feier warten (einen monatlichen Abstand einhalten, der sich in der Ferienzeit auf eine Woche verkürzen kann).
Zum Schluss eine tröstliche Aussicht: Mit zunehmendem Alter nimmt die Verpflichtung zu feiern ab, der Hang zur Einsamkeit nimmt zu. Das wirkliche Leben gewinnt wieder die Oberhand.
(aus: Michel Houellebecq – “Die Welt als Supermarkt”)
Dieses Blog führt seinen (inzwischen eingestellten) Vorgänger Alligator im Glas unter gleichem Namen fort. Für Blogbeiträge aus früheren Forellenfriedhofzeiten siehe also allda.